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Live-Session - Argumente fuer Scrum-Projekte

Bei //SEIBERT/MEDIA arbeiten wir in internen und Kundenprojekten bevorzugt nach agilen Vorgehensmodellen (Scrum). In dieser Live-Session diskutiert Martin Seibert, welche Vorteile agile Methoden gegenüber klassischen Herangehensweisen (Wasserfall-Modell) im Projekt haben, wie Kunden durch den Einsatz von Scrum profitieren und wie man gegen Skepsis argumentieren kann.

Aufzeichnung der Sendung

Dieses Video downloaden (MP4, 200 MB)

Prinzipien des Wasserfall-Modells

  • In wenig komplexen Projekten eine effektive und einfache Arbeitsmethode
  • Etabliertes Vorgehen, das Teams und Kunden kennen
  • Unflexibel gegenüber Veränderungen
  • Sehr frühe sehr detaillierte Planung nötig (Anforderungen)
  • Schwierig, Erkenntnisse, die man im Projektverlauf gewinnt, zu berücksichtigen
  • Je später die Projektphase, desto aufwändiger und teurer sind Änderungen
  • Kompromiss aus Kosten, Zeit und Qualität

Studien zu Herausforderungen des Wasserfall-Ansatzes

Studie an 1.027 IT-Projekten (Thomas, M.: IT Projects Sink or Swim. British Computer Society Review, 2001)

82% aller Projekte, die nach der sog. Wasserfallmethode realisiert werden, haben mit massiven Problemen im Hinblick auf mindestens einen der Erfolgsfaktoren Qualität, Kosten und Zeit zu kämpfen oder scheitern gar, und zwar insbesondere durch die umfangreiche Anforderungsdefinition im Vorfeld.

Studie an 6.700 Projekten (Jones, C.: Patterns of Software Failure and Success. International Thompson Press)

Vier von fünf Schlüsselfaktoren, die Software-Projekte gefährden, stehen im Zusammenhang mit der Wasserfall-Methode, darunter die Schwierigkeiten, Anforderungen nachträglich zu modifizieren und Probleme bei der späten Integration von Funktionen.

Studie an über 8.000 Projekten (Jim Johnson et. al.: Chaos: Charting the Seas of Information Technology. Published Report, 1994)

37% aller IT-Projekte haben massive Probleme durch die frühe Festlegung auf bestimmte Anforderungen entstehen.

Charakteristika agiler Entwicklungsmethoden

Ausführliche Grundlageninfos: Agilität und Scrum bei //SEIBERT/MEDIA

Studien zu den Potenzialen von "Agile"

Umfrage unter Unternehmen, die agile Entwicklungsmethoden einsetzen (Corporate Report: Agile Methodologies Survey Results. Shine Technologies Pty Ltd., Victoria, Australia, 2003)

Umfrage unter 5.000 Teilnehmern zu den Auswirkungen agiler Vorgehensweisen (State of Agile Development Survey 2010)

Craig Larman: Agile & Iterative Development. Addison-Wesley, 2004:

Data shows that iterative and evolutionary development is correlated with lower risk, higher productivity and lower defect rates than waterfall methods.

Kundennutzen durch den Einsatz von Scrum

Striktes Vorgehen nach Kunden-Prioritäten

Regelmäßig funktionsfähige Zwischenstände

Mehr Flexibilität

Bessere Verteilung der Arbeitslast

Nachhaltige Ergebnisse

Wann sind agile Methoden sinnvoll?

Arbeitet ein Unternehmen mit dem Wasserfall erfolgreich, besteht kein Handlungsdruck. Scrum sollten nicht einfach deshalb eingeführt werden, weil es in ist:

If it ain’t broke, don’t fix it. If your organization is applying a waterfall-oriented or any other process it has high success rates with a good productivity, don’t change. Adopting an iterative or agile method should be motivated by a challenge, not method du jour fads.” – Craig Larman

Die Entscheidung ist individuell unter Berücksichtigung dieser Fragen zu treffen:

Wer solche Herausforderungen erlebt und in Wasserfall-Projekten immer wieder mal gerissene Zeitpläne, überzogene Budgets und/oder halbfertig ausgelieferte Produkte erlebt, sollte sich ernsthaft mit agilen Methoden beschäftigen: Genau in solchen Fällen erweist sich Agile als sehr mächtig.

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