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Live-Session - Die Retrospektive - Kern agiler Prozesse

Diese Live-Session fand am 04. August 2011 um 11:15 Uhr wie immer auf unserer Live-Session-Portalseite statt.

In dieser Sendung besprechen Joachim Seibert und Martin Seibert Nutzen und Ablauf von Retrospektiven. Weitere Infos finden Sie auch in dieser Infothek hier: Retrospektive in der agilen Softwareentwicklung.

Aufzeichnung der Live-Session

Die Präsentation

https://www.slideshare.net/mseibert/agile-retrospectives-8768985

Die Retrospektive

Wann ist eigentlich die Gelegenheit, mal über die Effektivität der Zusammenarbeit mit dem Kollegen im Team zu sprechen oder Prozesse und Tätigkeiten in Frage zu stellen?
Wann haben Sie sich solche oder ähnliche Fragen das letzte Mal gestellt oder sich getraut, dies in Ihrem Team anzusprechen:

Klassisches Projektmanagement hat darauf die Antwort: „Lessons learned“. Nach Abschluss des Projekts versucht man im Rückblick zu betrachten, wie das Projekt abgelaufen ist und was man vielleicht beim nächsten Mal verbessern könnte. Der große Nachteil daran ist: Für das gerade abgeschlossene Projekt ist es dann zu spät. Und ob das nächste Projekt mit dem gleichen Team stattfindet und ob alle anderen Rahmenbedingungen vergleichbar sind, bleibt offen.

Inspect & Adapt - kontinuierliche Verbesserung

Scrum dagegen setzt auf regelmässige Verbesserung schon während des Projektablaufs. Zum Ende jedes Sprints (fester Iterationszyklus von 1-4 Wochen) ist ein „Verbesserungsmeeting“ - die sogenannte Retrospektive – vorgesehen. Darin soll einem Scrum-Grundsatz genüge getragen werden: „Inspect & Adapt“. Wir betrachten regelmässig unsere Zusammenarbeit kritisch und überlegen, welche Anpassungen wir vornehmen können, um noch besser und effektiver zusammenarbeiten zu können.

Agenda der Session

Weitere Informationen zur Retrospektive

Zentrale Prinzipien der Retrospektive

Reflektion der Zusammenarbeit

Die Retrospektive unterscheidet sich sehr stark von den anderen Scrum-Meetings. Der produktive Teil des Sprint-Zyklus’ ist mit dem Sprint-Review abgeschlossen. In der Sprint-Retrospektive wird die Zusammenarbeit der Beteiligten nun offen und ehrlich reflektiert. Die Ursachen für Komplikationen werden gemeinsam durchdacht, damit nicht Symptome, sondern die Wurzeln der Probleme angegangen werden können.

Vergleichbar ist die Sprint-Retrospektive mit einer Einsatz-Nachbesprechung bei der Feuerwehr oder einem Debriefing beim Militär. Wie das Review-Meeting hat auch die Retrospektive vor allem einen Check-Charakter, hier ist der Fokus jedoch nicht auf das Produkt, sondern auf den Prozess und die Zusammenarbeit gerichtet. Die Erkenntnisse aus dem Sprint-Review und der Retrospektive gilt es dann zu nutzen, um Verbesserungsmaßnahmen einzuleiten.

Retrospektive und Teambildung

Die Durchführung von Retrospektiven ist ein wichtiges Hilfsmittel, um ein möglichst schnelles Durchlaufen des Teambildungsprozesses zu fördern. Regelmäßige Retrospektiv-Meetings mit dem Projektteam stärken das Verständnis unter- und füreinander und führen zur Herausbildung von Normen. Im Rahmen dieser Meetings spricht das Team offen und selbstkritisch über Herausforderungen im Projektverlauf, ohne allerdings einzelne Personen anzugreifen und für Probleme verantwortlich zu machen.

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